Sind oder waren Sie von digitaler Gewalt betroffen?
Digitale Gewalt ist ein weitverbreitetes Phänomen und eng verknüpft mit der „analogen“ Gewalt. Sie findet rund um die Uhr statt. Die Belästigungen enden nicht nach der Schule oder der Arbeit. Überall wo digitale Medien genutzt werden ob Zuhause oder unterwegs können Angriffe stattfinden. Es gibt keinen Rückzugsort.

Nur gezieltes Vorgehen hilft.
Möchten Sie mit uns über das Erlebte sprechen?
Vereinbaren Sie mit uns einen Termin zu einem persönlichen oder telefonischen Gespräch oder nutzen sie die Möglichkeit der Beratung per Mail.
In unserem Alltag sind Medien, soziale Netzwerke und der ständig mögliche Kontakt zu unseren Mitmenschen nicht mehr weg zu denken. Sie bieten Vernetzung, Informationen und Austausch können.
Digitale Gewalt hat viele Facetten.
Sie erreicht ein großes Publikum. Was im Internet veröffentlicht wird verbreitet sich sehr schnell, erreicht viele und kann nur schwer gelöscht werden.
Viele Täter und Täterinnen agieren anonym. Das senkt die Hemmschwelle und erschwert Möglichkeit der Rückverfolgung. Die anonyme Vorgehensweise erleichtert Angriffe und schützt die Täterinnen/Täter. Welche Risiken es gibt und welche Möglichkeiten des Schutzes können im Rahmen der Beratung thematisiert werden.
Denn digitale Gewalt ist kein Kavaliersdelikt, sondern ist eine Straftat.
Sollten Sie akuten Gesprächsbedarf außerhalb unserer Sprechzeiten haben, erreichen Sie das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen kostenfrei und rund um die Uhr unter »08000−116 016.
Fachinformationen
Digitale Gewalt umfasst verschiedene Facetten und unterschiedliche Formen:
- Cyberstalking: Analog zum Stalking hat sich eine Form des Stalkings auf die digitale Ebene gehoben. Hierbei geht es um das Nachstellen, ständiges Kontaktieren und Einschüchtern von Menschen mittels digitaler Medien.
- Cyberbelästigung: Das unaufgeforderte in Interaktion treten mit einer Person, um Drohungen, Beschimpfungen und Beleidigungen auszusprechen (Über Messenger Dienste, Soziale Netzwerke oder E-Mail).
- Cybermobbing: Bedrohungen und Beleidigungen sowie Bloßstellen über einen längeren Zeitraum mittels sozialer Medien.
- Hatespeech: Das gezielte abwerten und ausgrenzen von Menschen, welches häufig auf sexistische oder rassistische Bilder aufbaut.
- Cybersexismus: Geschlechtsspezifische Diskriminierungsform im Netz.
- Shitstorm: Vielzahl von negativen Kommentaren in den sozialen Netzwerken
- Doxing: Doxing, auch Doxxing, ist das internetbasierte Zusammentragen und anschließende Veröffentlichen personenbezogener Daten, typischerweise mit bösartigen Absichten gegenüber den Betroffenen.
- Sexting: Austauschen freiwillig erstellter intimer Bilder (kann als Druckmittel nach Beendigung einer Beziehung verwendet werden).
- Cybergrooming: Sexuelle Belästigung von Kindern und Jugendlichen im Netz.
Es gibt eine Vielzahl von rechtlichen Möglichkeiten, die unternommen werden können.
Weitere Informationen durch den bff Frauen gegen Gewalt e.V.
Niemand muss mit digitaler Gewalt alleine bleiben. Ein Beratungsgespräch bei einer Fachberatungsstelle kann helfen, aus dem Kreislauf von Angst und Hilflosigkeit auszusteigen und mit diesen Gefühlen besser umzugehen. Außerdem kann geklärt werden, wie man sich schützen und Unterstützung aus dem Umfeld holen kann.
